Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Bedingungen für die Nutzung von LamaEngine durch Geschäftskunden.

1. Geltungsbereich und Anbieter

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform LamaEngine (nachfolgend „Dienst“) des Anbieters Sebastian Wolf (Weinbergstrasse 33, 8302 Kloten) (nachfolgend „Anbieter“) durch seine Kundinnen und Kunden (nachfolgend „Kunde“).

Der Dienst richtet sich ausschliesslich an Unternehmen, Selbstständige und sonstige nicht als Konsumenten handelnde Personen (B2B). Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, soweit der Anbieter ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.

2. Leistungsbeschreibung

Der Dienst stellt Funktionen zur Leadgenerierung, zum CRM, zur Outreach-Automatisierung, zur KI-gestützten Erstellung von Texten, Bildern, Videos und Sprache, zur Veröffentlichung in sozialen Netzwerken sowie zum Betrieb autonomer KI-Agenten bereit.

Der Anbieter entwickelt den Dienst laufend weiter und kann Funktionen ergänzen, ändern oder einstellen. Externe Funktionen (z. B. Versand, Veröffentlichung, Abrechnung, KI-Aufrufe) sind standardmässig deaktiviert und werden erst nach Freischaltung und Verbindung der jeweiligen Konten wirksam.

Der Anbieter schuldet die Bereitstellung des Dienstes, nicht jedoch einen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg (z. B. eine bestimmte Anzahl oder Qualität von Leads, Reichweiten oder Konversionen).

3. Registrierung und Konto

Für die Nutzung ist ein Konto erforderlich. Der Kunde macht bei der Registrierung wahrheitsgemässe Angaben und hält diese aktuell. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff Dritter zu schützen.

Der Kunde ist für alle Handlungen verantwortlich, die über sein Konto und die von ihm angelegten Nutzer und Rollen erfolgen. Den Verdacht eines Missbrauchs meldet der Kunde unverzüglich.

4. Pläne, Credits und Abrechnung

Der Dienst wird in Plänen (z. B. Solo, Team, Agentur) sowie über ein Guthaben aus Credits angeboten. Die Abrechnung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Verbrauchsabhängige Leistungen (insbesondere KI- und Medienerzeugung) werden über das Credit-Guthaben verrechnet.

Preise verstehen sich zzgl. allfälliger Steuern und Abgaben (z. B. MwSt.). Abonnements verlängern sich entsprechend dem gewählten Abrechnungszeitraum, sofern nicht fristgerecht gekündigt wird. Bereits verbrauchte Credits werden nicht zurückerstattet. Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter den Zugang nach angemessener Ankündigung einschränken oder aussetzen.

5. Pflichten des Kunden und zulässige Nutzung

Der Kunde nutzt den Dienst nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB. Für sämtliche von ihm eingestellten oder verarbeiteten Daten und Inhalte ist der Kunde verantwortlich und sichert zu, über die erforderlichen Rechte und Rechtsgrundlagen zu verfügen.

Untersagt sind insbesondere: rechtswidrige, irreführende, beleidigende, jugendgefährdende oder rechteverletzende Inhalte; das Umgehen von Sicherheits- oder Nutzungsbeschränkungen; eine Nutzung, die gegen die Bedingungen verbundener Drittdienste (z. B. soziale Netzwerke, E-Mail-Anbieter) verstösst.

Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer von ihm zu vertretenden rechtswidrigen Nutzung des Dienstes, seinen Inhalten, seinen Outreach-Aktivitäten oder seiner Datenverarbeitung beruhen.

6. Outreach und Direktwerbung

Setzt der Kunde Outreach- oder Massnachrichten ein, ist er für deren Rechtmässigkeit verantwortlich. Er beachtet insbesondere die Vorgaben des unlauteren Wettbewerbs (z. B. Art. 3 Abs. 1 lit. o UWG zur Massenwerbung) sowie die datenschutz- und wettbewerbsrechtlichen Anforderungen der jeweils anwendbaren Rechtsordnung, hält erforderliche Einwilligungen vor und respektiert Abmelde- und Sperrwünsche.

Der Anbieter stellt hierfür Mechanismen bereit (Ein-Klick-Abmeldung, Sperrlisten, Freigabe-Schritte), übernimmt jedoch keine Gewähr für die rechtliche Zulässigkeit der konkreten Kampagnen des Kunden.

7. KI-generierte Inhalte und Stimmklone

KI-Ausgaben können unrichtig, unvollständig oder rechtlich problematisch sein. Der Kunde prüft KI-generierte Inhalte vor jeder Veröffentlichung oder sonstigen Verwendung eigenverantwortlich. KI-Ausgaben stellen keine Rechts-, Steuer- oder sonstige Fachberatung dar.

Der Kunde belässt die Kennzeichnung „KI-generiert“ und den Herkunftsnachweis (C2PA) und erfüllt etwaige Offenlegungspflichten (z. B. nach der EU-KI-Verordnung). Das Klonen der Stimme oder des Erscheinungsbilds realer Personen ist nur mit deren nachgewiesener Einwilligung bzw. mit entsprechender Berechtigung zulässig; die Erstellung täuschender Inhalte (Deepfakes) ohne Berechtigung ist untersagt.

8. Rechte an Inhalten und geistiges Eigentum

Daten und Inhalte des Kunden bleiben dessen Eigentum bzw. unterliegen seinen Rechten. Der Kunde räumt dem Anbieter das einfache, zur Erbringung des Dienstes erforderliche Recht ein, diese Inhalte zu verarbeiten, zu speichern und an die zur Leistungserbringung eingesetzten Dienstleister weiterzugeben.

An KI-generierten Ergebnissen erhält der Kunde die zur vereinbarten Nutzung erforderlichen Rechte, soweit der Anbieter sie einräumen kann; Rechte und Bedingungen der zugrunde liegenden Modellanbieter bleiben unberührt. Sämtliche Rechte an der Plattform selbst, ihrer Software und ihren Marken verbleiben beim Anbieter bzw. seinen Lizenzgebern.

9. Drittanbieterdienste

Der Dienst bindet Leistungen Dritter ein (u. a. KI-Modelle, E-Mail- und Social-Media-Plattformen, Zahlungs-, Speicher- und Registerdienste). Für deren Verfügbarkeit, Inhalte und Bedingungen ist der jeweilige Drittanbieter verantwortlich; ihre Nutzung kann eigenen Bedingungen unterliegen. Bindet der Kunde eigene Konten oder Schlüssel ein, sind die Bedingungen der betreffenden Anbieter einzuhalten.

10. Verfügbarkeit, Pilotbetrieb und Wartung

Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet jedoch – soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart – keine bestimmte Verfügbarkeit. Wartungen, Weiterentwicklungen und Störungen Dritter können den Betrieb vorübergehend beeinträchtigen.

Befindet sich der Dienst oder eine Funktion im Pilot- oder Beta-Betrieb, erfolgt die Nutzung mit der Massgabe, dass Funktionen sich ändern, eingeschränkt sein oder ausfallen können.

11. Gewährleistung und Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Im Übrigen ist die Haftung – soweit gesetzlich zulässig – auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

Für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn sowie für Datenverluste haftet der Anbieter nur, soweit zwingendes Recht dies vorsieht; der Kunde ist für die Sicherung eigener Daten (Backups) verantwortlich. Die Haftung des Anbieters ist – soweit zulässig – der Höhe nach auf die in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlten Entgelte begrenzt. Zwingende gesetzliche Haftung bleibt unberührt.

12. Datenschutz und Auftragsbearbeitung

Die Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach der Datenschutzerklärung. Verarbeitet der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden, geschieht dies auf Grundlage eines Auftragsbearbeitungsvertrags (AVV), der Bestandteil des Vertrages wird und in dem auch die eingesetzten Unterauftragsbearbeiter geregelt sind.

13. Vertraulichkeit

Die Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und verwenden sie nur zur Durchführung des Vertrages. Ausgenommen sind Informationen, die öffentlich bekannt sind oder aufgrund Gesetzes oder behördlicher Anordnung offenzulegen sind.

14. Laufzeit und Kündigung

Der Vertrag läuft entsprechend dem gewählten Plan und verlängert sich um den jeweiligen Abrechnungszeitraum, sofern er nicht fristgerecht gekündigt wird. Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Bei erheblichen Verstössen gegen diese AGB oder bei Zahlungsverzug kann der Anbieter den Zugang nach angemessener Ankündigung aussetzen oder den Vertrag beenden. Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden für einen angemessenen Zeitraum den Export seiner Daten bereit und löscht oder anonymisiert die Daten anschliessend nach Massgabe der gesetzlichen Pflichten.

15. Änderungen der AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anpassen, etwa bei Änderungen des Dienstes oder der Rechtslage. Über wesentliche Änderungen informiert der Anbieter in geeigneter Form. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der mitgeteilten Frist und nutzt er den Dienst weiter, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen.

16. Schlussbestimmungen

Es gilt – unter Ausschluss kollisionsrechtlicher Verweisungen und des UN-Kaufrechts – schweizerisches Recht. Ausschliesslicher Gerichtsstand ist, soweit zulässig, der Sitz des Anbieters (Kloten).

Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform.

Stand: Juni 2026